Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Kraichtal, Abteilung Bahnbrücken

Am 2. März 1938 wurde in Bahnbrücken in Anwesenheit des Kreisfeuerwehrführers Grundel und des Stellvertreters Wachter sowie des Bürgermeisters Hilpp die Freiwillige Feuerwehr Bahnbrücken mit 26 Mitgliedern gegründet. August Schmid wurde das Amt des Wehrführers übertragen. Im Jahre 1946 übernahm Johann Kull das Amt des Kommandanten . Am 10. Januar 1953 erfolgte eine Neuaufstellung, da die 1938 gegründete Freiwillige Feuerwehr über die Kriegs- und Nachkriegszeit durch eine Löschmannschaft ersetzt war. 1967 wurde Gustav Richter zum Kommandanten gewählt, welcher dieses Amt bis 1994 ausübte. Vier Amtsperioden, also 20 Jahre lang, stand Rolf Richter als Abteilungskommandant anschließend der Wehr vor. Am 20.Februar 2014 wurde Torsten Kull als Nachfolger gewählt und hat seitdem das Amt inne. 1.Stellvertreter ist Erhard Richter, 2.Stellvertreterin Daniela Keller.

Die erste Brandbekämpfung erfolgte am 30. Januar 1962 nach nahezu 50 Jahren ohne Brandfall in Bahnbrücken. Eine Scheune war in Brand geraten. In den folgenden Jahren waren in mehr oder weniger großen Abständen verschiedene Brandeinsätze zu verzeichnen. Seit Ende der 80er Jahre kamen zu der Brandbekämpfung noch diverse Aufgaben hinzu, die heute den Schwerpunkt der Einsätze bilden.

Die Feuerwehr Bahnbrücken erhielt Anfang der 50er Jahre ihre erste Motorspritze, die im Jahre 1963 durch eine neue, leistungsstärkere Tragkraftspritze ersetzt werden musste. Im Jahre 1971 hat die damals noch selbständige Gemeinde Bahnbrücken für ihre Feuerwehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft, das am 9. September 1972 offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Anfang der 80er Jahre wurde die Abteilung auch mit Atemschutz- und Funkgeräten ausgestattet und erhielt 1985 eine neue Tragkraftspritze. 1993 wurde das Tragkraftspritzenfahrzeug gegen das LF 8 der Abteilung Landshausen, die ein neues Löschgruppenfahrzeug erhielt, ersetzt. Leider mußte dieses Fahrzeug im Sommer 1997 endgültig stillgelegt werden. Danach wurde das LF 8 der Abteilung Oberöwisheim bei der Abteilung Bahnbrücken stationiert.

Im Mai 2000 erhielt die Wehr das dringend benötigte neue Löschgruppenfahrzeug LF 8/6.

Auch die neue digitale Alarmierung wurde in Bahnbrücken Mitte 2000 eingeführt. So erhielt die Wehr aus Kraichtal damals 14 digitale Funkmelder. Inzwischen sind alle aktiven Einsatzkräfte mit digitalen Funkmeldern ausgestattet. Im Jahre 1985 konnte im ehemaligen Gemeindebad des Rathauses, wo auch das Gerätehaus untergebracht ist, ein Unterrichts- und Kameradschaftsraum eingerichtet werden. Der Raum wurde bis auf wenige Gewerke in eigener Regie um- und ausgebaut und am 30. Mai 1986 feierlich eingeweiht. Mehr und mehr bestand jedoch ein Platzmangel im Unterrichtsraum sowie in der Fahrzeughalle mit Umkleiden, so dass nur eine bauliche Lösung in Frage kam.

Im Zuge der energetischen Sanierung des Rathauses wurde auch der Bereich der Feuerwehr mit einem zeitgemäßen Feuerwehrdomizil neu geordnet. Moderner und fast doppelt so groß wie vorher präsentiert sich nun der Kameradschaftsraum für die Feuerwehr, der mit einer Küche und einem behindertengerechten Zugang Richtung Hofseite versehen ist. „Die beengte Raumsituation der örtlichen Feuerwehr konnte durch den ebenerdigen Anbau deutlich verbessert werden“, freute sich Rolf Richter als damaliger Abteilungskommandant der Bahnbrückener Feuerwehr, der bei der feierlichen Übergabe im Mai 2011 symbolisch den Schlüssel, überreicht vom Stadtoberhaupt, entgegennehmen durfte. Die Gesamt-Baukosten betrugen rund 340.000 Euro, diesen stehen 121.540 Euro an Fördermitteln gegenüber. Der Baubeschluss war Anfang März 2010 vom Gemeinderat in öffentlicher Sitzung gefasst worden. Das ehemalige Rathaus im Stadtteil Bahnbrücken wird als Bürgerbüro und Jugendhaus, sowie durch den Posaunenchor, die Kirchengemeinde, den Männergesangverein und die Freiwillige Feuerwehr genutzt. Das Gebäude wurde im Jahre 1957 nach dem damaligen Stand der Technik errichtet und entsprach in seiner Substanz nicht mehr den heutigen energetischen Anforderungen.

Am 1. April 1992 wurde eine intensive Jugendarbeit aufgenommen, die am 8. Mai 1993 zur offiziellen Gründung der Jugendfeuerwehr führte.