Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Kraichtal, Abteilung Landshausen

Am 11. Oktober 1937 forderte der "Badische Feuerwehrverband" die Gemeinde Landshausen auf, endlich eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Bis zum 1. Juni 1938 musste dem Verband eine Liste sämtlicher "wehrfähigen männlichen Personen im Alter von 20 -55 Jahren" vorgelegt werden

Die Gemeinde kam schließlich dieser ultimativen Aufforderung aus dem Jahr 1938, die zeitweise sogar mit der Drohung einer Pflichtfeuerwehr verbunden war, nach und meldete die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Als Gründungsdatum wird mehrfach der Juni 1939 genannt.

Offensichtlich blieb die Wehr während des 2. Weltkrieges einigermaßen einsatzfähig, denn im September 1944 wurden zur Unfallversicherung 37 Mann gemeldet. Den Neuaufbau nach dem Krieg unter der Leitung von Johann Barth können wir nun im Protokollbuch der Wehr weiterverfolgen. 38 Namen sind hier verzeichnet. Einer Neuaufstellung vom September 1951, nach der Wahl von Hermann Dischinger zum Kommandanten, entnehmen wir, dass inzwischen sogar 4 Gruppen ihren Dienst verrichteten.

Mit den Bemühungen der Wehr, jederzeit ihren notwendigen personellen Bestand zu sichern, für den Nachwuchs und die Aktiven durch Lehrgänge, Kurse und Leistungswettbewerbe auf neue Anforderungen einzustellen, gingen weitere große Anstrengungen der politischen Gemeinde einher, die Wehr mit dem Notwendigsten auszustatten.

Insbesondere die Unterbringungsmöglichkeiten wurden sukzessive und mit großem finanziellen Aufwand verbessert, wenngleich das eigenständige Feuerwehrhaus und ein größeres Feuerwehrfahrzeug ein Wunschtraum bleiben mussten. Immerhin meldete die damals noch selbständige Gemeinde am 19.9.1968 (zu diesem Zeitpunkt kann ein Schielen nach Fussionsgeschenken noch ausgeschlossen werden) dem Landratsamt Sinsheim, dass man im Zeitraum 1970 -1980 die Absicht habe, für die Wehr ein Löschfahrzeug (75.000,- DM) anzuschaffen und ein Gerätehaus (90.000,- DM) zu erstellen.

Im Dezember 1972 übergaben der damalige Landrat Dr. Friedrich Müller, Bruchsal, und Bürgermeister Berthold Zimmermann der Wehr ein nagelneues und komplett bestücktes LF 8. Länger auf sich warten ließ allerdings die Realisierung des zweiten Wunsches: Der Bau eines neuen Gerätehauses. Lange Zeit bereitete die Standortfrage erhebliches Kopfzerbrechen, weshalb zunächst Erweiterungspläne verfolgt wurden. Durch den Kauf eines Grundstücks neben der Schule konnte 1989 ein neues Gerätehaus der Wehr übergeben werden. 1992 folgte die Übergabe eines neuen Löschgruppenfahrzeuges vom Typ LF 8/6.